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Beziehungs-Wüste

Posted in WO DER MAINSTREAM RAUSCHT on April 3, 2011 by seziermesser

Nichts ,unter der direkten Einstrahlung einer sommerlichen Sonne schmeckt  schaler und abgestandener als eine Beziehung ohne Elektrizität. Die Sonne verhält sich den „Liebenden“  gegenüber wie ein Spannungsprüfer .Paare die ihre Beziehung zu retten suchen ,sollten ihre gemeinsame Wüste nicht in südlichen Regionen zu heilen suchen ,- weil die Strahlen der Sonne dort unbarmherzig  auf alles einschlagen was zu einem Ende neigt.Ein gemeinsamer Urlaub ins schottische Hochland , nach Island, oder ein Ausflug ins ewige Eis nordlicher Gefilde vermag  das Bestehende länger haltbar zu machen oder über das eigentliche Verfallsdatum hinaus  sogar zu konservieren. Die südliche Sonne aber will von solchem Elend nichts  sehn,-und nimmt sich das Recht alles unliebsame einfach auszudorren und zu verbrennen, in der Liebesglut  ihres Zenits  ,der  keine Schatten duldet .

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Frei-Zeit

Posted in WO DER MAINSTREAM RAUSCHT on März 21, 2011 by seziermesser

Auch wenn es nur eine einzige grosse Scheinehe bedeutet,- feiern Freiheit und  Zeit permanent Massenhochzeit . Denn nur der heilige Stand der Freizeit der sich aus beiden illusorischen Komponenten ergibt vermag das Niveau der Allgemeinheit darüber hinwegzutäuschen,-das dieser „eheliche“ Selbstbetrug jemals mehr bedeuten könnte als die fatale Paradoxie die gewonnene Zeit möglichst sinnvoll totzuschlagen.

Mit der dankbaren Entgegennahme der Freizeit als Almosen für die Geknechteten haben schon ganze Völker ihren Anspruch auf wirkliche Freiheit auf lange Sicht verspielt.

Spaceboy Invasion

Posted in WO DER MAINSTREAM RAUSCHT on Juni 26, 2010 by seziermesser

David Bowie als Ziggy Stardust und die Spiders from Mars ,
,auch so etwas wie ein  Astronaut aus entfernteren Sphären
.Einer der wenigen Überlebenden seiner Art,
der sein Dasein auf Erden glücklicher anging, als Elvis oder Jim Morrison .
Wer seine Verlorenheit im Weltraum
und seinen Aufprall auf den Planeten Erde so stark thematisiert
mag zwar keinen direkten Anschluss ins Weltall mehr finden,
gerät aber zwangsläufig zu sich Selbst .
Sich als Erdling wahrnehmen ,
bedeutet ja nicht seine Herkunft zu leugnen.
Das ist es was die herabgestiegenen Sternenkinder voneinander unterscheidet,-
die geschichtsträchtigen Toten Sterne , von den lebenden Stars.
Man darf die schmerzliche Sehnsucht nach der verlorenen Heimat in einer fernen Galaxie
in keinem Whiskey ertränken ,-mit keinem Schmerzmittel betäuben.
Kein Fliegenpilz-Zauber , kein Angel Dust ,
kein Super-Heroin und kein LSD ,
bauen dir eine Regenbogenbrücke zu deinem Heimatplaneten.
Wichtiger aber als die Herkunft ,
die Sehnsucht oder das gefühlte Getrenntsein von irgendeiner heimatlichen Galaxie,
ist für den auf den harten Boden des Weltreiches eingeschlagenen Kometen,
die Frage nach seiner eigentlichen Identifikation.
Die Erhebung eines fleischgewordenen Meteoriten zur Rockstar-Gottheit,
-und die fanatische Verehrung durch ein ihm ergebenes Millionenheer ,
stellt jeden angebeteten Stern auf die härteste Probe,
die für ihn zur Frage von Sein oder Nicht sein wird.
Abgesehen von der Sonne selbst,oder einem Gottessohn,
strahlt nichts und niemand  heller auf die Erde ein,
als ein ausserirdisches  Idol.
Das im Dunkel liegende Erfolgsgeheimnis hinter jedem Sternenkönig aber ,
liegt jenseits der Spiegelmagie seiner glänzenden Oberfläche.
Jeder Sternenwanderer der die Weltbühne betritt,
um sich eine Gefolgschaft zu rekrutieren,
ist in sich verloren sobald er sich mit seiner äusseren Strahlkraft identifiziert .
Er muss den Versuchungen wiederstehen seiner eigenen Spiegel-Magie zu erliegen,
wenn er nicht zerbrechen will am Gesamtgewicht einer Anhängerschaft ,
die erst dann zu einer freien Gefolgschaft wird,
wenn ihr Idol sich als spiegelnder Mittler zwischen den Welten ,
und den Naturen von Mensch und Gott versteht.
Das von Nietzsche aufgezeigte „Ja ich weis woher ich stamme…“
muss unter dem Schutzmantel seiner Haut allzeit präsent sein.
Sein äusserer Raumfahrer Glanz ,
darf nicht  zum Selbstzweck verkommenen.
Die Heilige Aufgabe des Idols beruht darauf ,
den Menschen die in Ressonanz zu ihm treten,
einen Wiedererkennungswert ihrer Selbst zu schenken,
auf seiner überirdisch glänzenden Oberfläche,
nicht um sie dort für sich zu behalten ,
nicht um sich selbst an der Kraft ihrer Sehnsucht zu laben,
sondern um Hinweis auf  ein göttliches Prinzip zu sein,
das jedem Menschen eigen ist ,und jeden in sein Sternendasein beruft.
Den Stellvertreter Gottes auf Erden ,
vermochte der Mensch Jahrtausende lang nicht in sich selbst zu suchen.
Jahrzehnte lang, waren Rockstars vampiristische Invasoren ,
die auf den Projektionsflächen ihrer polierten Rüstungen nichts als Gefangene machten,
ihre Strahlung zur Blendung und Hypnose der Massen nutzend ,
um dann zum Ende hin unter der Last ihrer Gefangenenchöre ,
vor den Augen Welt zu zersplittern ,
oder im Vollsuff an ihrem eigenen Erbrochenen zu ersticken.
Ein höllischer Gottesdienst mit Unterwelten-Charakter ,
Die Aufmerksamkeit und Ergebenheit ihrer Gefangenen
auf sich herabziehend , die Macht des Blutes beschwörend,
zur Erbauung der steinernen Götzen .
Welt ,Bühne , Altar , Sänger , Hohe-Priester , Menschheit , Gott.
Weltliche Begrenztheit und Transzendenz .
Etwas von über uns kommendes  spricht uns an ,
ein glänzendes Abbild unseres Selbst .
Eine ausserirdische Macht berührt uns,
mit von Akkorden getragenen Worten ,
Tönen , und seltsam mutenden Inhaltsstoffen.
Botschafter entfernter Welten ,
mit elektrischen Instrumentarium spielend ,
nach keinen  Menschenopfern  verlangend,
nur fliessendes Licht und entfesselte Schöpfungsenergien verheissend,
gleissend in Erscheinung tretend ,
wie eine Macht aus der Sonne ,
aus der Tiefe des Kosmos strahlend ,
den Mikrochip Deines Selbst  aktivierend,
in Ewigkeit Amen.

Anmaßung

Posted in WO DER MAINSTREAM RAUSCHT on Juni 26, 2010 by seziermesser

Auf  Schritt und Tritt seinen Anspruch in die Welt und das Leben spazieren zu tragen , ist keine Freizeitbeschäftigung , sondern eine Passion.Mein stillschweigender Anspruch ,alleine nur durch meine Präsenz,ist eine Proklamation für sich, die nicht gesprochen und von niemandem gehört werden muss, in Zeiten in denen auch die Lautsprecher keinen Anklang mehr finden. Wo die allgemeine Sprechzeit sich dem Ende zuneigt,übersetzen sich die politischen Reden aus den öffentlichen Verstärkeranlagen nur noch in Abschiedsworte.  Die eben noch von einem Unzuständigen verheißene goldene Zukunft , kommt nur noch als Leichenrede überall an. Das sprechen nun denen überlassen, die jetzt Leb Wohl sagen müssen.  Einfach weiter im Leben stehen,-seinen Anspruch spazieren tragen,-die innere Anmaßung aufstrahlen lassen,und überall nur noch Maß nehmen .Die ganze in Augenschein genommene Welt nur noch als seinen vorüber gehenden Grundbesitz begreifen lernen.




Sehenswürdige Unscheinbarkeiten

Posted in WO DER MAINSTREAM RAUSCHT on Juni 25, 2010 by seziermesser

Das grosse Naturereignis ist manchmal unscheinbar klein,
und die magischen Sehenswürdigkeiten
denen ich auf Reisen noch meine Aufmerksamkeit schenke ,
sind als solche nirgendwo vermerkt.
Die Souvenirs die ich nachhause bringe ,
sind mikrokosmischer Natur.
Mark-und Bein erschütternd kann die Begegnung
mit einem Lichtreflex sein,
zur rechten Zeit, an der rechten Stelle ,
umrahmt von passendem Geräusch
und hoher Luft-Qualität.
Nicht mehr der Meeresblick ,
sondern der Farbton einer Facette des Meeres,
nicht mehr das Bergmassiv ,
sondern die Assoziation ,
nicht mehr das Zusammenspiel der Natur,
sondern die Kraft hinter jeder Natur-Erscheinung, verursacht den heiligen Schauer.

Manchmal ist es nur der Schimmer ,
auf dem heissen Asphalt ,
oder das gebrochene Licht,
in den halboffenen Bernstein-Äuglein
einer am Strassenrand
von der Sonne festgebackenen
totgefahrenen Katze ,
der in kein Erinnerungsalbum passend,
würdevoll in mir
durch mein Dasein getragen wird.

Gordische Verknotungen

Posted in WO DER MAINSTREAM RAUSCHT on Juni 25, 2010 by seziermesser

Auch eine Signatur modernerer Zeiten,-
das die gordischen Knoten,
in die man sich hier zwangsläufig verstricken muss
um noch irgendwie Mitglied dieser Gesellschaft zu sein,-
sich nicht mehr mit Gewalt lösen lassen,-
sondern mittels Formularen,
und einem Aufwand an Bürokratie der etwas von einer vielköpfigen Hydra hat.
Mit dem Unterschied nur,
das nirgendwo eine Schnauze sichtbar wird,
in die man schlagen könnte .
Ein permantentes gegen Windmühlen laufen .
Ich komme nicht umhin ,
einen bösen Zauberer hinter den Formularen der Behörden zu vermuten.
Ein grosses Papierfeuerwerk aus alledem ,-
und eine Klinge nur gehärteten Damaszener Stahls ,
um jedweden Knöterich wieder zu lösen,- so wie es sich gehört.
Für manch einen bedeutet doch Behördenpost nichts anderes als das Todesurteil,-
das man dann auch noch eigenhändig an sich selbst vollstrecken soll.
Und sie verlesen dir dein Todes-urteil nicht einmal.
Es steht einfach nur ungeschrieben zwischen den Zeilen.
Monströse Verwaltungsapparate der Menschlichkeit haben das Leben in festem Griff,
die Allgemeinheit der unteren Ränge im Schwitzkasten ihres Monster-Systems.
Es wäre leichter einen Drachen zu töten ,
als diesen Papiertigern Herr zu werden deren Unterschrift eine maschinelle ist.

Kolossal

Posted in WO DER MAINSTREAM RAUSCHT on Juni 19, 2010 by seziermesser

Das Kolosseum in Rom bedarf unserer Aufmerksamkeit nicht.
Mit leeren Fensterblicken sieht es uns kommen,
mit leeren Fensterblicken sieht es uns gehn,
ohne uns in Erinnrung zu behalten ,
Kein Foto von uns für die Ewigkeit ,
Vor solchen Bauwerken sind wir es die zu Staub verfallen .
Das ewige Bauwerk steht am Ende nur für sich Selbst,
und sieht permant über uns hinweg.