Aufhängung

Orientierungslos wie zu Lebzeiten,an keinem Himmelszelt verankert ,irgendwo von der Decke hängend ,wie am führungslos seidenen Faden  einer windstillen höheren Macht baumelnd , pendelt ein herrenloser Leichnam in so etwas wie einer Seelenruhe ,seinen verlassenen Standort aus. Die bodenlose Unverschämtheit sich direkt am Baum des Lebens zu erhängen, gewährt sich am glücklichsten der Apfel am Baum der Erkenntnis um  seinen Halt in sich Selbst erst dann zu verlieren, wenn süßer Saftgehalt vom Reichtum sonniger Erfahrung kündend ,den heimlichen Wunsch anregt, rein äusserlich selber wieder zu Erde zu werden. Die schrägen Lebensperspektiven verzweifelter Geister ohne Sinn für die Tragkraft beschwingter Winde oder der magischen Bodenhaftung des Lebens , zwingen sie förmlich zur Begutachtung starken Geästs und tragenden Gebälks, in welches man sich hängen könnte, mit dem Schwergewicht seiner gefühlten Nicht-Seins-Haftigkeit. Tragischer noch als Tot von der Decke zu hängen, ist es als lebende Marionette im Arsenal eines verstorbenen Puppenspielers abhängend Staub anzusetzen und von höherer Anbindung nur zu träumen.

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