Archiv für Juni, 2010

Spaceboy Invasion

Posted in WO DER MAINSTREAM RAUSCHT on Juni 26, 2010 by seziermesser

David Bowie als Ziggy Stardust und die Spiders from Mars ,
,auch so etwas wie ein  Astronaut aus entfernteren Sphären
.Einer der wenigen Überlebenden seiner Art,
der sein Dasein auf Erden glücklicher anging, als Elvis oder Jim Morrison .
Wer seine Verlorenheit im Weltraum
und seinen Aufprall auf den Planeten Erde so stark thematisiert
mag zwar keinen direkten Anschluss ins Weltall mehr finden,
gerät aber zwangsläufig zu sich Selbst .
Sich als Erdling wahrnehmen ,
bedeutet ja nicht seine Herkunft zu leugnen.
Das ist es was die herabgestiegenen Sternenkinder voneinander unterscheidet,-
die geschichtsträchtigen Toten Sterne , von den lebenden Stars.
Man darf die schmerzliche Sehnsucht nach der verlorenen Heimat in einer fernen Galaxie
in keinem Whiskey ertränken ,-mit keinem Schmerzmittel betäuben.
Kein Fliegenpilz-Zauber , kein Angel Dust ,
kein Super-Heroin und kein LSD ,
bauen dir eine Regenbogenbrücke zu deinem Heimatplaneten.
Wichtiger aber als die Herkunft ,
die Sehnsucht oder das gefühlte Getrenntsein von irgendeiner heimatlichen Galaxie,
ist für den auf den harten Boden des Weltreiches eingeschlagenen Kometen,
die Frage nach seiner eigentlichen Identifikation.
Die Erhebung eines fleischgewordenen Meteoriten zur Rockstar-Gottheit,
-und die fanatische Verehrung durch ein ihm ergebenes Millionenheer ,
stellt jeden angebeteten Stern auf die härteste Probe,
die für ihn zur Frage von Sein oder Nicht sein wird.
Abgesehen von der Sonne selbst,oder einem Gottessohn,
strahlt nichts und niemand  heller auf die Erde ein,
als ein ausserirdisches  Idol.
Das im Dunkel liegende Erfolgsgeheimnis hinter jedem Sternenkönig aber ,
liegt jenseits der Spiegelmagie seiner glänzenden Oberfläche.
Jeder Sternenwanderer der die Weltbühne betritt,
um sich eine Gefolgschaft zu rekrutieren,
ist in sich verloren sobald er sich mit seiner äusseren Strahlkraft identifiziert .
Er muss den Versuchungen wiederstehen seiner eigenen Spiegel-Magie zu erliegen,
wenn er nicht zerbrechen will am Gesamtgewicht einer Anhängerschaft ,
die erst dann zu einer freien Gefolgschaft wird,
wenn ihr Idol sich als spiegelnder Mittler zwischen den Welten ,
und den Naturen von Mensch und Gott versteht.
Das von Nietzsche aufgezeigte „Ja ich weis woher ich stamme…“
muss unter dem Schutzmantel seiner Haut allzeit präsent sein.
Sein äusserer Raumfahrer Glanz ,
darf nicht  zum Selbstzweck verkommenen.
Die Heilige Aufgabe des Idols beruht darauf ,
den Menschen die in Ressonanz zu ihm treten,
einen Wiedererkennungswert ihrer Selbst zu schenken,
auf seiner überirdisch glänzenden Oberfläche,
nicht um sie dort für sich zu behalten ,
nicht um sich selbst an der Kraft ihrer Sehnsucht zu laben,
sondern um Hinweis auf  ein göttliches Prinzip zu sein,
das jedem Menschen eigen ist ,und jeden in sein Sternendasein beruft.
Den Stellvertreter Gottes auf Erden ,
vermochte der Mensch Jahrtausende lang nicht in sich selbst zu suchen.
Jahrzehnte lang, waren Rockstars vampiristische Invasoren ,
die auf den Projektionsflächen ihrer polierten Rüstungen nichts als Gefangene machten,
ihre Strahlung zur Blendung und Hypnose der Massen nutzend ,
um dann zum Ende hin unter der Last ihrer Gefangenenchöre ,
vor den Augen Welt zu zersplittern ,
oder im Vollsuff an ihrem eigenen Erbrochenen zu ersticken.
Ein höllischer Gottesdienst mit Unterwelten-Charakter ,
Die Aufmerksamkeit und Ergebenheit ihrer Gefangenen
auf sich herabziehend , die Macht des Blutes beschwörend,
zur Erbauung der steinernen Götzen .
Welt ,Bühne , Altar , Sänger , Hohe-Priester , Menschheit , Gott.
Weltliche Begrenztheit und Transzendenz .
Etwas von über uns kommendes  spricht uns an ,
ein glänzendes Abbild unseres Selbst .
Eine ausserirdische Macht berührt uns,
mit von Akkorden getragenen Worten ,
Tönen , und seltsam mutenden Inhaltsstoffen.
Botschafter entfernter Welten ,
mit elektrischen Instrumentarium spielend ,
nach keinen  Menschenopfern  verlangend,
nur fliessendes Licht und entfesselte Schöpfungsenergien verheissend,
gleissend in Erscheinung tretend ,
wie eine Macht aus der Sonne ,
aus der Tiefe des Kosmos strahlend ,
den Mikrochip Deines Selbst  aktivierend,
in Ewigkeit Amen.

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Anmaßung

Posted in WO DER MAINSTREAM RAUSCHT on Juni 26, 2010 by seziermesser

Auf  Schritt und Tritt seinen Anspruch in die Welt und das Leben spazieren zu tragen , ist keine Freizeitbeschäftigung , sondern eine Passion.Mein stillschweigender Anspruch ,alleine nur durch meine Präsenz,ist eine Proklamation für sich, die nicht gesprochen und von niemandem gehört werden muss, in Zeiten in denen auch die Lautsprecher keinen Anklang mehr finden. Wo die allgemeine Sprechzeit sich dem Ende zuneigt,übersetzen sich die politischen Reden aus den öffentlichen Verstärkeranlagen nur noch in Abschiedsworte.  Die eben noch von einem Unzuständigen verheißene goldene Zukunft , kommt nur noch als Leichenrede überall an. Das sprechen nun denen überlassen, die jetzt Leb Wohl sagen müssen.  Einfach weiter im Leben stehen,-seinen Anspruch spazieren tragen,-die innere Anmaßung aufstrahlen lassen,und überall nur noch Maß nehmen .Die ganze in Augenschein genommene Welt nur noch als seinen vorüber gehenden Grundbesitz begreifen lernen.




Sehenswürdige Unscheinbarkeiten

Posted in WO DER MAINSTREAM RAUSCHT on Juni 25, 2010 by seziermesser

Das grosse Naturereignis ist manchmal unscheinbar klein,
und die magischen Sehenswürdigkeiten
denen ich auf Reisen noch meine Aufmerksamkeit schenke ,
sind als solche nirgendwo vermerkt.
Die Souvenirs die ich nachhause bringe ,
sind mikrokosmischer Natur.
Mark-und Bein erschütternd kann die Begegnung
mit einem Lichtreflex sein,
zur rechten Zeit, an der rechten Stelle ,
umrahmt von passendem Geräusch
und hoher Luft-Qualität.
Nicht mehr der Meeresblick ,
sondern der Farbton einer Facette des Meeres,
nicht mehr das Bergmassiv ,
sondern die Assoziation ,
nicht mehr das Zusammenspiel der Natur,
sondern die Kraft hinter jeder Natur-Erscheinung, verursacht den heiligen Schauer.

Manchmal ist es nur der Schimmer ,
auf dem heissen Asphalt ,
oder das gebrochene Licht,
in den halboffenen Bernstein-Äuglein
einer am Strassenrand
von der Sonne festgebackenen
totgefahrenen Katze ,
der in kein Erinnerungsalbum passend,
würdevoll in mir
durch mein Dasein getragen wird.

Gordische Verknotungen

Posted in WO DER MAINSTREAM RAUSCHT on Juni 25, 2010 by seziermesser

Auch eine Signatur modernerer Zeiten,-
das die gordischen Knoten,
in die man sich hier zwangsläufig verstricken muss
um noch irgendwie Mitglied dieser Gesellschaft zu sein,-
sich nicht mehr mit Gewalt lösen lassen,-
sondern mittels Formularen,
und einem Aufwand an Bürokratie der etwas von einer vielköpfigen Hydra hat.
Mit dem Unterschied nur,
das nirgendwo eine Schnauze sichtbar wird,
in die man schlagen könnte .
Ein permantentes gegen Windmühlen laufen .
Ich komme nicht umhin ,
einen bösen Zauberer hinter den Formularen der Behörden zu vermuten.
Ein grosses Papierfeuerwerk aus alledem ,-
und eine Klinge nur gehärteten Damaszener Stahls ,
um jedweden Knöterich wieder zu lösen,- so wie es sich gehört.
Für manch einen bedeutet doch Behördenpost nichts anderes als das Todesurteil,-
das man dann auch noch eigenhändig an sich selbst vollstrecken soll.
Und sie verlesen dir dein Todes-urteil nicht einmal.
Es steht einfach nur ungeschrieben zwischen den Zeilen.
Monströse Verwaltungsapparate der Menschlichkeit haben das Leben in festem Griff,
die Allgemeinheit der unteren Ränge im Schwitzkasten ihres Monster-Systems.
Es wäre leichter einen Drachen zu töten ,
als diesen Papiertigern Herr zu werden deren Unterschrift eine maschinelle ist.

Menschlich zerbrechlich im eigenen Saft

Posted in MEIN TOTENBUCH DER MENSCHLICHKEIT on Juni 25, 2010 by seziermesser

Die Welt wird an keiner Menschlichkeit genesen ,
Sie wird an Ihr Zugrunde gehn .
Brüderlichkeit und Menschlichkeit
bestellen permanent den Blut-Acker der Unerlöstheit,
immerzu pendelnd , zwischen
dem vorsätzlichen zerschlagen all des menschlichen Gebeins,
und dem wieder zusammenschrauben der menschlichen Wracks
die sich aus den Meinungsverschiedenheiten des Lebens
so ergeben.
Der Mensch als herzblutender Spielball
zwischen Ärzteschaft und  Militär,zwischen systematischer Fleischverwertung und plastischer Chirurgie. Ein in Sekundenbruchteilsschnelle gerissenes Loch im Körper irgendeines Menschen
und das stundenlange operieren ,
in einer Schusswunde
die ihren Frieden mit sich und der Welt zu machen wünscht,sind zwei Seiten einer menschlichen Handwerksmedaillie.

Das rigorose zusammentreten einer am Boden liegenden
wehrlosen Masse von Mensch,
und die Erste Hilfe Flickschusterei am Tatort des Daseins
im Spannungsfeld der Zerreissprobe Leben,
lässt uns keinen Raum zum empfinden ,
eines äusseren Friedens.
Das aus Bruchstücken und Knochenresten
bestehende weltliche Trümmerfeld
nimmt sich selbst nur als Scheibe wahr.
Es weis nichts von der Rundung der Welt ,
nichts von den Zyklen die sich im Rahmen einer
Kreisrunden Ordnung bewegen.
„Es ist alles in Ordnung “ ,
spricht das erleuchtete Unfallopfer ,
auf dem heissen Asphalt einer Autobahn,
im eigenen Saft liegend ,
wie eine aus der Dose gekippte Sardine,
im Dressing aus Essig,Öl, Benzin und Blut,
den Blick in die fliehenden Wolken gerichtet ,-
„Es ist alles in Ordnung, Es ist nichts geschehn „.
Eine Erkenntnis von ewiger Dauer.
Kein Mensch verdirbt an seiner Zerbrechlichkeit ,-
Es ist die menschliche Wahrnehmung an der wir
durch unsere Selbsttäuschung zerbrechen.
Selbst das Herz einer alles in Stücke reissenden Bombe,
weis um seine wesentliche Vollkommenheit .

Zwischen Alfa und Omega

Posted in MEIN TOTENBUCH DER MENSCHLICHKEIT on Juni 19, 2010 by seziermesser

Das Christus sich der Menschheit als Opfer darbrachte,
war kein Akt der Menschlichkeit ,-
sondern ein Gnadenakt seiner Göttlichkeit,
ein Befreiungsschlag von schier unermesslichem Ausmass.
Mehr vermag ein Gott nicht zu tun,-
tiefer kann sich kein Gott mehr herablassen,
zur Erhebung jedes einzelnen Menschen ,
aus der finsteren Illussion
dieser gefühlten Verlorenheit von Gott.
In keine tiefere Unterwelt kann ein Gesandter sich hinablassen,
um die Verworfenen wieder an sich zu reissen,
Blutüberströmt und mit strahlendem Herzen.
Ein Kraftakt übermenschlicher Anteilnahme,
die menschliche Missgeburt , mit sich nach oben zu reissen,
um vor den Göttern einzustehn,
für diesen fluchbeladenen Teil der Schöpfung ,
dessen systematische Ausrottung einmal
im Weltraume stand.
Dieses entartete gebrechliche Etwas ,
diesen am Boden kauernden blutigen Wurm
vor der versammelten Mannschaft der Höchsten,
mit einer hingebungsvollen Notbeatmung
durch Opfertod und Auferstehung
durch Höllen-und durch Himmelfahrt ,
so aufzuwerten vor den Schöpfern und Richtern,
den Mächten, Kräften und Gewalten des Himmels,
das ein Gott sich unseretwegen als Menschensohn
zu erkennen gibt ,- uns als Brücke zuwächst,
als Tür und Tor zur Mitte des Seins ,
das ist unglaublich,- aber wahr.
Am Ende dieser Weltgeschichte zwischen Alfa und Omega,
werden die Wissenschaftler Gott näher stehen
als die Theologen.
Das wird dann der Anfang von etwas Neuem.

Kolossal

Posted in WO DER MAINSTREAM RAUSCHT on Juni 19, 2010 by seziermesser

Das Kolosseum in Rom bedarf unserer Aufmerksamkeit nicht.
Mit leeren Fensterblicken sieht es uns kommen,
mit leeren Fensterblicken sieht es uns gehn,
ohne uns in Erinnrung zu behalten ,
Kein Foto von uns für die Ewigkeit ,
Vor solchen Bauwerken sind wir es die zu Staub verfallen .
Das ewige Bauwerk steht am Ende nur für sich Selbst,
und sieht permant über uns hinweg.